Forschung
Projektleitung
Klimawandelanpassung
Zirkularität und Ressourcenschonung
Gesundheit und Wohlbefinden

Förderstelle

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft - Smart Cities und Klima- und Energiefonds
Förderbetrag
531.000€
Konsortium
Institute for Building Research & Innovation
PlanSinn Planung & Kommunikation
Staud's Wien
Universität für Bodenkultur Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz
Universität für Bodenkultur Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau
Weatherpark Meteorologische Forschung und Dienstleistungen
Kurze Zusammenfassung
ProBACH untersucht, wie ehemalige Wienerwaldbäche abschnittsweise reaktiviert und mithilfe naturnaher Regenwassermanagement-Lösungen wieder in den Stadtraum eingebunden werden können. Durch die Verbindung von ökologischer Gestaltung und hydrologischer Innovation soll die Klimawandelanpassung gestärkt, die Aufenthaltsqualität erhöht und das Bewusstsein für verborgene Stadtgewässer gefördert werden.
Methodik
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt Projektstudie abschnittweiser Reaktivierung der Wienerwaldbäche unterstütz durch naturnahes Regenwassermanagement (ProBACH) kombiniert Ingenieurs- und Sozialwissenschaften.
Folgende Methoden werden angewandt:
Erhebung des hydrologischen Potenzials der Wienerwaldbäche
Analyse der mikroklimatischen Sensitivität der städtischen Einzugsgebiete
GIS Mapping von Potenzial und Sensitivität
Straßenraumanalyse durch vor Ort Begehungen
Bildung von Adaptionsszenarien
Mikroklimatische Analyse mittels meteorologischer Simulationen
Ziele
Die Hauptziele des Projekts sind die Potenzialerhebung der ehemaligen Wienerwaldbäche zur Klimawandelanpassung, die Darstellung möglicher Anpassungsszenarien des öffentlichen Straßenraums sowie die Errichtung einer Demostrecke zur Validierung der Forschungsergebnisse und für Maßnahmen der Bewusstseinsbildung der lokalen Bevölkerung.
Peter Holzer (links) und Renate Hammer (rechts) bei Aufbauarbeiten auf dem Gelände der Wiener Klimabiennale 2024

© IBRI
Philipp Stern bei Aufbauarbeiten auf dem Gelände der Wiener Klimabiennale 2024 (links) und Regenwassersammlung für die Demostrecke auf dem Gelände der Wiener Klimabiennale 2024 (rechts)

© IBRI
Ottakringer Bach im Liebhartstal vor Mündung in den Abwasserkanal

© IBRI
Ergebnisse
Es wurde eine Methode für die Potenzial- and Straßenraumanalyse entwickelt, welche auf andere Stadtgebiete und Städte übertragbar ist. Zwei (Schreiberbach und Alserbach) von zehn analysierten Bächen zeigen demnach einen hohen Eignungsgrad für eine potenzielle Reaktivierung. Die mikroklimatische Sensitivität ist insbesondere in den Gebieten zwischen Elterleinplatz, Gürtel und Alserbachstraße sowie am Nussdorfer Platz hoch. Die mikroklimatischen Simulationen zeigen, dass bereits Maßnahmen in kleinem Umfang, etwa bei Inanspruchnahme von nur 10 % der Fläche für Baumpflanzungen, effektive Reduktionen der gefühlten Temperatur erzielt werden können.
Darstellung des Ergebnisses der Potenzialanalyse der Wienerwaldbäche

Darstellung des Mock-Ups der Demostrecke

© inprogress consulting
Berichte
by Philipp Stern, Magdalena Holzer, and Florian Kretschmer
by Flora Prenner, Helene Müller, Philipp Stern, M. Holzer, Hans Peter Rauch, and Florian Kretschmer