Forschung

Projektleitung

Klimawandelanpassung

Zirkularität und Ressourcenschonung

Gesundheit und Wohlbefinden

Jahr

Jahr

2020

2020

ProBACH

ProBACH

Förderstelle

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft - Smart Cities und Klima- und Energiefonds

Förderbetrag

531.000€

Konsortium

  • Institute for Building Research & Innovation

  • PlanSinn Planung & Kommunikation

  • Staud's Wien

  • Universität für Bodenkultur Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz

  • Universität für Bodenkultur Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau

  • Weatherpark Meteorologische Forschung und Dienstleistungen

Kurze Zusammenfassung

ProBACH untersucht, wie ehemalige Wienerwaldbäche abschnittsweise reaktiviert und mithilfe naturnaher Regenwassermanagement-Lösungen wieder in den Stadtraum eingebunden werden können. Durch die Verbindung von ökologischer Gestaltung und hydrologischer Innovation soll die Klimawandelanpassung gestärkt, die Aufenthaltsqualität erhöht und das Bewusstsein für verborgene Stadtgewässer gefördert werden.

Methodik

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt Projektstudie abschnittweiser Reaktivierung der Wienerwaldbäche unterstütz durch naturnahes Regenwassermanagement (ProBACH) kombiniert Ingenieurs- und Sozialwissenschaften.

Folgende Methoden werden angewandt:

  • Erhebung des hydrologischen Potenzials der Wienerwaldbäche

  • Analyse der mikroklimatischen Sensitivität der städtischen Einzugsgebiete

  • GIS Mapping von Potenzial und Sensitivität

  • Straßenraumanalyse durch vor Ort Begehungen

  • Bildung von Adaptionsszenarien

  • Mikroklimatische Analyse mittels meteorologischer Simulationen

 

Ziele

Die Hauptziele des Projekts sind die Potenzialerhebung der ehemaligen Wienerwaldbäche zur Klimawandelanpassung, die Darstellung möglicher Anpassungsszenarien des öffentlichen Straßenraums sowie die Errichtung einer Demostrecke zur Validierung der Forschungsergebnisse und für Maßnahmen der Bewusstseinsbildung der lokalen Bevölkerung.

Peter Holzer (links) und Renate Hammer (rechts) bei Aufbauarbeiten auf dem Gelände der Wiener Klimabiennale 2024

© IBRI

Philipp Stern bei Aufbauarbeiten auf dem Gelände der Wiener Klimabiennale 2024 (links) und Regenwassersammlung für die Demostrecke auf dem Gelände der Wiener Klimabiennale 2024 (rechts)

© IBRI

Ottakringer Bach im Liebhartstal vor Mündung in den Abwasserkanal

© IBRI

Ergebnisse

Es wurde eine Methode für die Potenzial- and Straßenraumanalyse entwickelt, welche auf andere Stadtgebiete und Städte übertragbar ist. Zwei (Schreiberbach und Alserbach) von zehn analysierten Bächen zeigen demnach einen hohen Eignungsgrad für eine potenzielle Reaktivierung. Die mikroklimatische Sensitivität ist insbesondere in den Gebieten zwischen Elterleinplatz, Gürtel und Alserbachstraße sowie am Nussdorfer Platz hoch. Die mikroklimatischen Simulationen zeigen, dass bereits Maßnahmen in kleinem Umfang, etwa bei Inanspruchnahme von nur 10 % der Fläche für Baumpflanzungen, effektive Reduktionen der gefühlten Temperatur erzielt werden können.


Darstellung des Ergebnisses der Potenzialanalyse der Wienerwaldbäche


Darstellung des Mock-Ups der Demostrecke

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